Schmerzskala
Es
ist zur Bewertung der Schmerzstärke üblich, die
Schmerzstärke auf einer Skala von 0 bis 10 anzugeben. Dabei
sollen die Patienten bei Schmerzfreiheit 0 angeben und bei den
schwersten vorstellbaren Schmerzen die 10. Dadurch fließt das
Ausmaß einer schmerzbedingten oder anderen Depression in die
Bewertung der Schmerzstärke mit ein.
Mir ist fast keine
Aufstellung bekannt, die eine von Mensch zu Mensch nachvollziehbare
Zuordnung der Schmerzstärke und des Erlebens und der
Leistungsfähigkeit im Alltag beinhaltet.
Daher habe ich die
unten genannte Aufstellung erstellt.
Schmerzstärken:
0:
Völlig schmerzfrei
1: Kann bei Befragung Unbehagen
angeben
2: Fühlt beim Fehlen anderer Reize
Schmerzen
3: Schmerzen, aber völlig vom Schmerz
ablenkbar und Leistungsfähig
4:
Schmerzen, aber Leistungsfähigkeit durch Schmerzen beeinflußt,
vom Schmerz aber dabei ablenkbar
5: Begrenzte
Leistungsfähigkeit, kann durch Aktivität die Schmerzen
lindern
6: Leistungsfähigkeit deutlich begrenzt, vom
Schmerz kann aber keine Ablenkung erzielt werden
7:
Einfache Tätigkeiten sind möglich, auch zusätzliche
Umweltreize werden noch toleriert
8:
Einfache Tätigkeiten können durchgeführt werden,
darüberhinausgehende Reizverarbeitung nicht möglich, dies
kann zu völlig unangemessenem Verhalten führen. Um dies zu
vermeiden sollten sich die betroffenen in dieser Situation wegen
einer „Unpäßlichkeit“ zurückziehen.
Sehstörung (unscharf, wie grau vernebelt).
9:
Schmerzbedingte Blockade aller körperlichen und geistigen
Aktivitäten, weitestgehende Handlungsunfähigkeit.
Verlängertes Ausatmen und Schließen der Augen werden von
den betroffenen zur Schmerzlinderung eingesetzt. Sehstörung
(unscharf, wie grau vernebelt) stark ausgeprägt.
10:
Schmerzsynkope (Bewußtseinsverlußt), bei speziellen
Erkrankungen auch extreme Bewegungsunruhe ohne Bewußtheit (z.
B. beim Cluster-Kopfschmerz)
Ein
amerikanischer Schmerzpatient hat eine vergleichbare Arbeit
geleistet, ich kenne die Quelle nicht, habe damals die Seite aber
abgespeichert, die Datei war im Internet frei zu erreichen und zeigte
annähernd dieselben Einschränkungen im Alltag, wie sie hier
auch genannt werden.
Die oben genannte Zuordnung ist aber
wesentlich genauer, der amerikanische Schmerzpatient beschrieb die
Alltagseinbußen jeweils auf der Basis von zwei statt wie hier
genannt einer Schmerzstufe. Zwischen der Rente und der Fortführung
der Arbeit liegt tatsächlich oft nur ein einziger Punkt auf der
Schmerzskala. Die amerikanische Skala ist hier abgebildet, leider
habe ich nur die Grafik ohne Quelle abgespeichert.
|
Pain Level |
Description |
Comments |
||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
|
10 |
|
TOTALLY
DISABLING, |
Happens during flare-ups which are frequent and are related to activity, weather, etc. |
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8 |
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SEVERE, |
Happens daily, by mid or late afternoon. Relieved by meds and slowing activity. |
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|
6 |
|
DISTRESSFUL, |
My normal condition. |
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|
4 |
|
TOLERABLE, |
Late evening, if I've taken meds and rested. |
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|
2 |
|
MILD, |
Rare, very rare. |
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|
0 |
|
PAIN FREE |
I haven't been pain free in 20 years. |
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Wir sehen hier also 2 Skalen mit letztlich völliger Übereinstimmung, aber unterschiedlich feiner Zuordnung. Schmerzen bleiben Schmerzen, auch wenn sie weit weg von uns sind.
© Michael Blumenstein 2005-2008